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Heidi und Peter im Karneval

Münster.
Wenn die Tanzgruppenvorstellung im Terminkalender der Karnevalsgesellschaften auftaucht, hat die Session für die Funkenmariechen schon längst begonnen. Monate im Voraus trainieren sie ihre Showtänze und nähen ausgefallene Kostüme. Auch die Tanzgruppen der Karnevalsgesellschaft Narrenzunft Aasee waren gut vorbereitet, als sich am Sonntag in der Stadthalle Hiltrup der Vorhang lüftete.

Unter den Augen der Anwesenden, zu denen unter anderem auch der Präsident des Bundes Westfälischer Karneval, Diethard Oeding, und das Stadtjugendprinzenpaar gehörten, zeigten sie, dass Tradition und Innovation sich nicht ausschließen. Kostümiert im Stil von Pop-Ikone Marylin Monroe, zeigten beispielsweise die Aasee-Diamonds ihren Showtanz, mit dem sie das Repertoire des traditionellen Gardetanzes um eine frische und gekonnt umgesetzte Idee erweiterten. Selbst als das Playback aussetzte, tanzte das Sextett weiter und erhielt dafür schallenden Applaus.

Auch das Tanzpaar Celine Schneider und Sabrina Zeuch, die als Heidi und Peter auftraten, durften sich über Zugabeaufforderungen des Publikums freuen.

In der voll besetzten Hiltruper Stadthalle staunten die Mitglieder anderer münsterischer Karnevalsgesellschaften nicht schlecht, welche wundersamen Wesen sich neben den Diamonds und Heidi noch am Aasee tummeln. Neben den Aasee-Nixen präsentierten die Aasee-Sternchen und die Aasee-Küken ihre teils akrobatischen Auftritte. “Das ist sensationell, mich schmerzt das schon beim zusehen”, zeigte sich Narrenzunft-Präsident Mortimer Behrendt begeistert über mutige Sprünge in den Spagat. Nach dem Auftritt der Männertanzgruppe Wellenbrecher, die mit ihrem Showtanz “Germanys next Top-Moppel” einschlägig bekannte Castingshows aufs Korn nahmen, betraten noch einmal alle Gruppen in ihren kunstvoll gestalteten Kostümen die Bühne.

Im offiziellen Teil des Nachmittags zeichnete die Narrenzunft Aasee den Präsidenten der KG Paohlbürger und Ulf Imort als neue Ehrenmitglieder der Tanzgruppen aus und dankten der KG Paohlbürger für die Unterstützung der Tanzgruppen. Sie hatten ihnen die Trainingsräume zur Verfügung gestellt.
Westfälische Nachrichten (27.10.2008)