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Erinnerungen an Franz Dehne
Ja, er war der Vollstrecker. Nicht nur zum krönenden Abschluss der Senatstaufe, sondern eigentlich immer, wenn man ihn brauchte. Ein Akteur und Fre und, der nicht das Rampenlicht suchte, sondern der einfach machte, wenn was zu machen war. Ob Bühnenaufbau, Motor in der Männertanzgruppe Wellenbrecher oder Ideengeber, wenn es eine Veranstaltung zu planen oder Wagen zu bauen gab. Einer der anpackte.
Verlässlichkeit zeichnete ihn aus und hob Franz wohltuend von denen ab, die nur da sind, wenn alles gemacht ist und nur noch gefeiert wird oder Orden verliehen werden. Dabei machte er nie große Worte und wollte nicht derjenige sein, der am Mikrofon für seinen Einsatz oft im Verborgenen öffentlich belohnt werden will.
Er hatte auch seinen eigenen Kopf, war manchmal unbequem, wenn es um die Sache ging. Doch er setzte sich mit seinen Ideen meist durch, genoss deshalb Anerkennung weit über die Narrenzunft Aasee hinaus. Ob als Mundschenk im eigenen Verein oder Betreuer der Bürgerausschuss-Damen auf dem Rosenmontagswagen. Franz musste man eigentlich nur ansprechen, dann lief es.
Sein Leben war auch der Karneval und wie kaum einer verstand er es, andere mitzunehmen. Er konnte begeistern, weil er selbst von der Sache überzeugt war. Er gehörte zu den wenigen Akteuren, die jede Gesellschaft unverzichtbar braucht, um erfolgreich zu sein. Und er war auch Teamplayer, der den Sieg der Mannschaft über das eigene Wohl stellte. Kritische Töne konnte er austeilen, aber nicht nachtragend sein. Er hat den Karneval von Herzen geliebt und das merkte man ihm und dem, was er bewegte, auch an. Jetzt ist Franz nicht mehr da und es ist eine Lücke entstanden, die eben nicht einfach durch einen Ersatzmann gestopft werden kann.
Die Narrenzunft Aasee hat ein Stück ihrer Identität unwiederbringbar verloren. Für uns, die wir es jetzt ohne Franz richten müssen, kann das bei aller Trauer aber nur Ansporn sein, in seinem Sinne weiterzumachen. Denn wenn er uns jetzt von oben zuschaut, wird er sagen, „macht weiter so, seid fröhlich“. Offenheit, Ehrlichkeit und Fleiß sind Tugenden, die nicht nur im Karneval selten geworden sind.
Darum lasst uns nicht nur um Franz trauern, sondern weiter zum Wohle unserer schönen Traditionsgesellschaft wirken. Denn exakt nur das wird es sein, was er uns jetzt wünscht. Und wie wir uns in seinem Sinne am besten an ihn erinnern können. |